Tanzen Tanzen und Spielen sind sich in ihrer Wesensart sehr ähnlich: Es geht nicht darum, durch gezieltes Tun einen bestimmten Zweck zu erreichen, sondern darum, sich durch die Beschäftigung an sich zu vergnügen. Die Verbindung aus tänzerischer Bewegung und gleichzeitigem Musikgenuss bereitet den Tänzern Glücksgefühle, die sich bis zur Trance oder Ekstase steigern können. Manche Musikformen sind so „treibend“ und „gehen in die Beine“, dass die Zuhörer ohne bewusstes Zutun in rhythmische Bewegungen verfallen – und sei es nur, dass sie mit den Fingern schnipsen oder mit dem Fuß den Takt mitklopfen. Auch überschwängliche Freude kann einen kaum zu bändigenden Bewegungsdrang auslösen. Besonders in der körperlichen Nähe des Paartanzes äußern sich Wünsche nach Zuneigung, aber auch Trost und menschlicher Wärme an sich. Die geschmeidigen Bewegungen der Umworbenen zu beobachten oder den Körper des Umwerbenden zu fühlen sind erotische Erfahrungen, das geistige Einlassen auf den Partner – um zu führen oder sich führen zu lassen – schafft gegenseitiges Vertrauen. Ritualisiertes Tanzen drückt Zusammenhörigkeit aus und kann als festlicher Initiationsritus die Aufnahme neuer Mitglieder in eine Gemeinschaft begleiten, etwa wenn junge Mädchen beim Debütantinnenball der Gesellschaft vorgestellt werden oder wenn Schüler beim Abschlussball eine bestandene Prüfung feiern. Tanzen dient als Sport der körperlichen Ertüchtigung und fördert Muskelaufbau, Motorik, Koordination und Gleichgewichtssinn. Das erfolgreiche Erlernen, Planen und Umsetzen komplexer Bewegungsabläufe bildet Selbstvertrauen und unterstützt ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper. Im Turniertanz kann die Überlegenheit gegenüber anderen unter Beweis gestellt werden und der persönliche Ehrgeiz gestillt werden. Als Kunstform dient Tanzen dazu, Gefühle und Handlungen bildlich darzustellen. Mimik, Gestik und ganzkörperliche Tanzbewegungen bilden zusammen mit Musik das anspruchsvolle Arbeitsmaterial des künstlerischen Tanzes, der dem Zuschauer Eleganz und Ausdruckskraft des menschlichen Körpers vor Augen führt. Quelle: Wikipedia |
![]() |